Freitag, 30. Januar 2026

Projekt «Stiller Nachmittag» überzeugt die Jury einstimmig

Mit dem Entscheid des Projektwettbewerbs für die erste Etappe der Gebietsentwicklung Leimbach stellt die Baugenossenschaft Linth-Escher die Weichen für eine massvolle Verdichtung ganz im Sinne der Leimbacher Gartenstadt. Die Jury empfiehlt das Projekt «Stiller Nachmittag» von Graber Pulver Architekt:innen AG in Zusammenarbeit mit Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt AG einstimmig zur Weiterbearbeitung

Gegenstand des Projektwettbewerbs war der geplante Ersatzneubau der charakteristischen Reiheneinfamilienhäuser aus dem Jahr 1946. In einer ersten Etappe der Gesamtentwicklung Leimbach soll auf dem 11’038 Quadratmeter grossen Projektperimeter neuer, bezahlbarer Wohnraum entstehen. Ziel ist eine massvolle Verdichtung bei gleichzeitiger Weiterführung der Leimbacher Gartenstadt. Dazu wurde ein einstufiger anonymer Projektwettbewerb auf Einladung in Anlehnung an die SIA 142 durchgeführt. Am Wettbewerb beteiligten sich elf Teams. Als Siegerprojekt ging schliesslich das Projekt «Stiller Nachmittag» von Graber Pulver Architekt:innen AG in Zusammenarbeit mit Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt AG hervor; der einstimmige Juryentscheid fiel am 3. Dezember 2025.

 

Zeilenstruktur und Gartenstadtcharakter bleiben erhalten

Das Siegerprojekt nimmt die Zeilenstruktur der bestehenden Siedlung auf. Sieben Neubauten, organisiert in vier Zeilen, gliedern das Überbauungsareal. Dadurch entsteht ein städtebauliches Gefüge, das den Charakter des Quartiers bewahrt und die ortsbaulichen Strukturen angemessen weiterführt. Die Abstände zwischen den Zeilen sichern den charakteristischen Aussenraum. Eben dieser Gartenstadtcharakter mit den durchlaufenden Freiräumen findet sich im Siegerprojekt wieder. Das angedachte Grünraumkonzept enthält sowohl private wie auch gemeinschaftlich genutzte Flächen.

 

Vielfältiger Wohnungsmix und flexible Grundrisse

Insgesamt sollen 104 Wohnungen entstehen. Damit schafft die Baugenossenschaft Linth-Escher deutlich mehr Wohnraum gegenüber dem heutigen Bestand. Angestrebt wird ein breiter Wohnungsmix von 1.5- bis 6.5-Zimmern. Besonders hervorzuheben sind die 23 Wohnungen im Reiheneinfamilienhaus-Stil. Sie sind als doppelstöckige Maisonettewohnungen konzipiert und verfügen über einen direkten Zugang zum eigenen Keller. Die unterschiedlichen Wohnungstypologien verfügen über eine zwei- bis dreiseitige Ausrichtung, wodurch eine optimale Tageslichtversorgung gewährleistet werden soll. Flexible Grundrisse und ergänzende Zusatzzimmer erlauben eine Anpassung an unterschiedliche Lebensphasen.

«Das Projekt zeigt exemplarisch, wie eine massvolle Verdichtung gelingen kann, ohne die Identität des Quartiers zu verlieren», erklärt Jérôme Lutz, Geschäftsführer der Baugenossenschaft Linth-Escher.

 

Erlebbares Regenwassermanagement in die Aussenraumgestaltung eingebunden

Die Landschaftsarchitektur übernimmt eine strukturierende Rolle. Die Grünräume sollen die Gebäudereihen zu einem durchlässigen Gesamtgefüge verknüpfen. Sie erfüllen sowohl soziale als auch ökologische Funktionen. So sollen beispielsweise Elemente des Regenwassermanagements sichtbar in die Gestaltung integriert werden: Das Regenwasser von den Giebeldächern soll über sogenannte Rigolen in eine Retentionsmulde geleitet werden, die gleichzeitig einen Spielaspekt bietet. Naturnahe Bepflanzungen und gemeinschaftlich nutzbare Aussenräume stärken die ökologische Qualität und die Identität des Quartiers zusätzlich.

Mit «Stiller Nachmittag» setzt die BGLE auf ein Projekt, das das Erbe der Gartenstadt respektiert, den Anforderungen an verdichtetes Wohnen gerecht wird und eine zukunftsfähige, nachhaltige Weiterentwicklung des Quartiers Bruderwies ermöglicht.

Downloads

Jurybericht

Bitte geben Sie bei der Verwendung der Visualisierungen als Copyright zwingend maaars architektur visualisierungen und bei den Bildern Nadine Kägi an. 

 

Kontakt

Jacqueline Ackermann
Projektleiterin Kommunikation
Norastrasse 5
8004 Zürich

Tel.: +41 44 313 90 78 
E-Mail: j.ackermann@linthescher.ch

 

 

Über die Baugenossenschaft Linth-Escher

Die gemeinnützige Baugenossenschaft Linth-Escher wurde 1937 gegründet. Sie erstellt und vermietet preisgünstigen Wohnraum in der Stadt Zürich. Der Liegenschaftenbestand umfasst aktuell rund 600 zeitgemässe und bezahlbareWohnungen sowie diverse Gewerberäumen. Alle Liegenschaften befinden sich auf dem Gebiet der Stadt Zürich inLeimbach, Höngg, Seebach und Oerlikon. Die Baugenossenschaft Linth-Escher engagiert sich mit Neubauprojekten und massvollen Sanierungen für eine sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Wohnraumentwicklung.